Außenhandel in Mexiko

 

Wie steht es um die aktuellen Ein- und Ausfuhren von Waren aus mexikanischer Sicht? Welche Güter sind am häufigsten vertreten und was sind die Gründe für die Importstärke Mexikos?


Mexiko ist im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern auf Rang eins, wenn es um die Menge der Importe geht. Im Jahr 2017 wurden insgesamt Waren im Wert von 420 Mrd. USD eingeführt, welches einer Steigerung von 8,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Waren im Wert von über 15,2 Mrd. USD wurden davon aus Deutschland importiert.

 

Abb. l: SITC steht für „Standard International Trade Classification“ (Internationales Warenverzeichnis für den Außenhandel) und ist ein System der UN zur Warencodierung im internationalen Handel.

 

Doch welche Faktoren sind mitverantwortlich für diese Entwicklung der Importstärke Mexikos?

  • Eine stetig steigende Bevölkerungszahl, welche mittlerweile auf rund 124 Mio. gewachsen ist und in 2017 ein Bevölkerungswachstum von 1,1% verzeichnete.
  • Einhergehend mit der wachsenden Bevölkerung steigen ebenfalls die Konsumausgaben.
  • Der Modernisierungsbedarf in der ansässigen Industrie hat noch enormes Aufholpotential. Hauptfaktor für die nur langsam voranschreitende Modernisierung sind die traditionellen mexikanischen Unternehmen, mit meist stark hierarchischen Strukturen.

Die Summe aller mexikanischen Exporte betrug 408 Mrd. USD in 2017. Davon gingen 84% an die USA, was die enorme wirtschaftliche Abhängigkeit zum Nachbarland mehr als verdeutlicht. Im Vergleich zu 2016 war es ein Anstieg um 4%.

Der Export nach Deutschland belief sich im gleichen Zeitraum auf rund 8,8 Mrd. USD (vgl. VJ: 6,1 Mrd. USD).

 

Abb. ll: Ein Viertel aller exportierten Produkte stammen aus der Automobilindustrie, auf Rang zwei folgen mit 16% Waren der Elektronik.

 

Die aktuelle Außenhandelsquote, also der Wert aller Im- und Exporte, wird für 2017 mit 760 Mrd. USD angegeben und entspricht einem prozentualen Wert von 72,2%.

WMP Legal informiert: Änderung zu „Bestimmungen des Gewerblichen Rechtsschutzes“ 

Am 18. Mai 2018 wurde im Amtsblatt von Mexiko eine Gesetzesverordnung veröffentlicht, das verschiedene Bestimmungen des Gewerblichen Rechtsschutzes ändert, hinzufügt und aufhebt.

Im Rahmen dieser Reformen wurde der Markenbegriff erweitert, der in Art. 88 verankert ist und ab diesem Zeitpunkt als Marke verstanden wird.

Art. 88. – Unter einem Zeichen ist jedes Zeichen zu verstehen, das von den Sinnen wahrnehmbar und in einer Weise darstellbar ist, die die Bestimmung des klaren und präzisen Schutzgegenstands erlaubt, der Produkte oder Dienstleistungen von anderen auf dem Markt befindlichen Arten oder Klassen unterscheidet.

Unter einer Marke werden alle wahrnehmbaren Zeichen verstanden, die einen klaren und präzisen Schutzgegenstand erlauben und Produkte oder Service der gleichen Klasse unterscheiden.

In gleicher Weise wurde ein Katalog für die Marken erstellt, die nicht registriert werden können.

Artikel 90. – Folgende können nicht als Marke registriert werden:

XVI. Die gleichen oder ähnliche Zeichen des Grades der Verwechslung zu einer Marke, die das Instituto Mexicano de la Propiedad Industrial (IMPI) nach Kapitel II BIS des Titels 4 für gut oder schlecht erklärt, wenn es die Marke ist wessen Registrierung angefordert wird, könnte:

a) Verwirrung oder Gefahr der Verbindung mit dem Eigentümer der bekannten Marke entstehen;

b) eine vom Eigentümer der bekannten Marke nicht genehmigte Nutzung vornehmen;

c) Prestigeverlust der bekannten Marke entstehen, oder

d) eine Marke mit ähnlichem Namen registriert werden, die sich mit der bereits bestehenden Marke überschneidet.


Für mehr Informationen steht Ihnen das Team von WMP Legal sehr gerne beratend zur Seite.

Kontakt: kinder@wmp.mx

Einflussfaktoren der mexikanischen Wirtschaft

Was sind die Einflussfaktoren der mexikanischen Wirtschaft und welches Potential bergen sie für möglich FDI´s? Im Folgenden eine Gegenüberstellung der Eigenschaften in interne und externe Faktoren anhand einer SWOT-Analyse.


Interne Faktoren

Stärken

  • Nähe und zollfreier Zugang zum US-Markt
  • Offenes Wirtschaftsmodell mit Außenhandelsvolumen von 760 Mrd. USD (doppelt so viel wie Brasilien, größte Volkswirtschaft in Lateinamerika)
  • Exportwirtschaft ist wettbewerbsfähig
  • 46 Freihandelsabkommen
  • Industriestruktur gegeben
  • Großer Inlandsmarkt

Schwächen

  • Abhängigkeit von US-Markt (in 2016: 80% des Export Volumens für USA)
  • Informeller Sektor groß (55% der Arbeitnehmer)
  • Korruption

Externe Faktoren

Chancen

  • Prognose für 2018: 4 Mio gebaute PKW (Rang 7. der weltweiten Autoproduzenten)
  • Freihandelsabkommen mit Südamerika und Pazifikstaaten
  • Viele Projekte der Transportinfrastruktur
  • Liberalisierung von Strom- und Ölwirtschaft
  • Mehr Wettbewerbsfähigkeit als Exportplattform
  • Verbesserung des Landesimages

Risiken

  • Handelsbarrieren durch USA
  • Wirtschaftsabschwung in USA
  • Währungsverfall
  • Anhaltend niedriger Ölpreis
  • Sicherheitslage

Relevante Industrien für deutsche Unternehmen in Mexiko

Wo befinden sich die interessanten Wirtschaftsregionen in Mexiko aus deutscher Sicht? Und welche Industrien sind dort ansässig?

Nachfolgend eine Übersicht nach Regionen gegliedert. 

 

Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie in der Bajío-Region

Gelegen in der Landesmitte, zählen die Bundesstaaten Aguascalientes, Guanajuato, Querétaro und San Luis Potosi zu den beliebtesten Regionen, wenn es um die Ansiedlung der Automobilhersteller geht. Die neuen Werke von BMW und Daimler, welche 2019 bzw. 2020 eröffnen werden, werden zudem für einen zusätzlichen Nachzug von Lieferanten sorgen.

Für die Luftfahrtindustrie wird für die kommenden Jahre ein starkes Wachstumspotential prognostiziert, welches weitere FDI’s anlocken könnte.

Puebla – Automobilmekka der ersten Stunde

Seit Mitte der 60er Jahre produziert der Volkswagenkonzern nun schon einzelne Modelle in Puebla. Mittlerweile hat sich auch der deutsche Automobilhersteller Audi im gleichnamigen Bundesstaat niedergelassen, genauer gesagt in der Ortschaft San José Chiapa. Vor über eineinhalb Jahren wurde dort die neue Fertigungshalle inklusive Ausbildungszentrum eingeweiht.

Karte der relevanten Wirtschaftsregionen in Mexiko.

Metallverarbeitung an der US-Amerikanischen Grenze

An der US-amerikanischen Grenze, im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León, hat sich vor Jahren bereits die Metallindustrie angesiedelt. In Monterrey, der Hauptstadt, haben bereits unzählige Konzerne eine Niederlassung eröffnet. Ein Standortvorteil ist die Nähe zum US-Markt, da 84% des Exports an das Nachbarland gehen.

Jalisco – das mexikanische Silicon Valley

Firmen des IT-Sektors haben sich hauptsachlich im Bundesstaat Jalisco, welcher westlich am Pazifik gelegen ist, angesiedelt.

Firmensitze und Chemieindustrie in der Hauptstadtregion

Für den Standort in und um die mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt haben sich viele Unternehmen entschieden, wenn es um die Wahl des mexikanischen Headquarters geht. Nicht nur die zentrale Lage und die gute Infrastruktur sprechen für diese Region, sondern auch die Nähe zu den Wirtschaftsregionen Puebla und Bajío.

Zudem hat die Hauptstadtregion Konzerne der Chemieindustrie angelockt, wie beispielsweise BASF und Bayer.

 

Haben auch Sie Interesse, eine mexikanische Niederlassung aufzubauen?

Wir von WMP Mexico Advisors freuen uns, Sie bei der Wahl eines geeigneten Produktionsstandorts unterstützen zu dürfen.

 

Kontakt: info@wmp.mx

 

 

 

Elektromobilität in Mexiko – Teil 3: Ladeinfrastruktur

Wie steht es um die Elektromobilität in Mexiko? Existiert Sie überhaupt? Der dritte Teil des Blogeintrags über die Elektromobilität in Mexiko informiert über die Ladeinfrastruktur.

Die Infrastruktur ist gegeben, jetzt fehlt nur noch eine verstärkte Nachfrage nach E-Autos. Vergleichsweise viele Ladestationen existieren bereits, insbesondere in und um die Hauptstadtregion. Tesla und ChargeNow, die beiden großen Anbieter, kommen derzeit zusammen auf über 850 Stationen in ganz Mexiko.

Wer verbirgt sich hinter ChargeNow?

Die Automobilhersteller BMW und Nissan sowie weitere Partner betreiben das Ladenetzwerk ChargeNow. Mit an Bord ist zudem CFE (Comision Federal de Electricidad), ein staatlicher Stromkonzern. Das Netzwerk ist derzeit überwiegend kostenfrei nutzbar und wurde von Schneider Electronic und General Electric gebaut. Mit rund 440 Stationen ist es somit das Größte des Landes.

Verteilung der Ladestationen von ChargeNow in Mexiko.

Ladestationen von Tesla

Rund 415 Ladestationen werden vom Automobilhersteller Tesla betrieben und bilden somit das zweitgrößte Netzwerk in Mexiko.  Ein Teil der Ladestationen aus Eigenentwicklung kann ebenfalls von anderen Herstellern genutzt werden.

Das Netzwerk der Ladestationen

Da die Hauptstadtregion die höchste Nachfrage an E-Fahrzeugen aufweist, ist dort die Ladeinfrastruktur am dichtesten aufgestellt. Eine 2017 veröffentlichte Studie des Umweltinstituts INECC (Instituto Nacional de Ecologia y Cambio Climatico) zeigt zudem auf, welche Standorte den höchsten Bedarf haben, gemessen am Verkehrsaufkommen:

  • Entlang der innerstädtischen Ringautobahn (Circuito Interior)
  • Zwischen Stadtkern und dem Business Viertel Santa Fe im Westen
  • Entlang der äußeren Ringautobahn am südöstlichen Streckenabschnitt (Anillo Periferico).

Insgesamt verfügt Mexiko Stadt derzeit über 100 Ladestationen, welche sich größtenteils im Stadtkern und im Westen befinden.

Bevorzugte Platzierung für Ladestationen

  • Einkaufszentren
  • Hotels
  • Tankstellen
  • Bürogebäude

 

Mehr Informationen zur Elektromobilität in Mexiko erhalten Sie in Teil eins und Teil zwei der Blogeintäge:

Elektromobilität in Mexiko – Teil 1: Status Quo

Elektromobilität in Mexiko – Teil 2: Lokale Hersteller

Rückblick Hannover Messe 2018

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Unternehmenskultur und Unternehmensführung im Vergleich Mexiko Deutschland“ am 26. April 2018 auf der Hannover Messe: (hintere Reihe, v.l.) Dr. Andreas Gruchow (Vorstandsmitglied, Deutsche Messe AG), Christoph G. Schmitt (Geschäftsführer, LAV), Jesus Mario Chacon Carillo (Abteilungsleiter Global Business Promotion Unit, ProMéxico), Jose Rogelio Carrillo Valdes (Vizepräsident, CEMEX) (vordere Reihe v.l.) Timo Dolleschel (Manager, WMP Mexico Advisors), Claus Wünschmann (Präsident Mittelamerika und Karibik, BASF), Klaus Hübner (Leiter Produkt Management und International Business, Santander Bank), Johannes Hauser (Geschäftsführer, CAMEXA).

 

Die wichtigste Industriemesse für Innovation und Technologie, die Hannover Messe, fand in der letzten Aprilwoche in der niedersächsischen Hauptstadt statt. Während der fünf Messetage erschienen über 210.000 Besucher insgesamt, rund ein Drittel von Ihnen aus dem Ausland.

Am ersten Messetag wurden die feierlichen Eröffnungsreden, unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto, gehalten. Ausschlaggebend für den hohen Besuch aus Mittelamerika war die Wahl des diesjährigen Partnerlands: Mexiko.

 

„Hecho en México“

Über 160 mexikanische Aussteller informierten die Messebesucher über neue Technologiethemen, Investitionsmöglichkeiten, innovative Wachstumsstrategien und Forschungsprojekte in Ihrem Heimatland.

Von links: Klaus Hübner (Santander Bank) und Timo Dolleschel (WMP Mexico Advisors) während der Podiumsdiskussion „Unternehmenskultur und Unternehmensführung im Vergleich Mexiko Deutschland” auf der Hannover Messe 2018 (26. April).

Ganz im Zeichen des diesjährigen Partnerlands Mexiko fanden zudem Vortragsveranstaltungen inklusive Dialogrunde statt. So beispielsweise „Unternehmenskultur und Unternehmensführung im Vergleich Mexiko Deutschland“, organisiert durch den Lateinamerika Verein e.V. (LAV). Neben WMP nahmen weitere Wirtschaftsvertreter (siehe Foto ganz oben) teil und berichteten von Ihren Erfahrungen aus dem alltäglichen Geschäftsleben vor Ort.

Während der Podiumsdiskussion am 26. April auf der Hannover Messe 2018: „Unternehmenskultur und Unternehmensführung im Vergleich Mexiko Deutschland“.

Beide Länder, sowohl Deutschland als auch Mexiko, konnten am letzten Messetag eine erfolgreiche Bilanz ziehen: niemals zuvor kam es während der Hannover Messe zu mehr Wirtschaftsabkommen zwischen dem Gastgeberland und dem Partnerland wie in diesem Jahr.

 

Hannover Messe becomes global

  • Ausstellende Unternehmen gesamt: > 5.000
  • Unternehmen aus dem Ausland: 3.000 / 60%
  • Mexikanische Unternehmen: > 160
  • Vertretene Nationen: 75

 

Mit Erfolg zur neuen Niederlassung

Falls auch Sie in Mexiko einen Industriestandort aufbauen möchten, hilft Ihnen das Team von WMP Mexico Advisors sehr gerne, eine geeignete Immobilie zu finden. Zudem freuen wir uns, Ihnen in den folgenden Bereichen beratend zur Seite zu stehen: WMP Legal, WMP Tax & Accounting, WMP Consulting.

Am Stand von WMP Mexico Advisors während der Hannover Messe 2018 vergangene Woche (23. – 27. April): Simone Koch (Partner) und Timo Dolleschel (Manager).

Zollfreier Handel zwischen der EU und Mexiko

Seit dieser Woche steht fest, dass Mexiko und die Europäische Union eine Vereinbarung zum zollfreien Handel getroffen haben. Weitere Einzelheiten wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Dass es zu neuen Handelsregelungen kommen würde, steht seit 2015 fest. Vor rund drei Jahren wurde beschlossen, die Handelsbeziehungen beider Wirtschaftsräume zu optimieren. Nach den USA und China ist die EU der drittwichtigste Handelspartner für das lateinamerikanische Land. Umgekehrt belegt Mexiko Rang 15 der wichtigsten Handelspartner der EU gemessen am Volumen. Mit dem neuen Abkommen erhofft man sich insbesondere,

  • Im- und Export von Agrarprodukten zu erleichtern
  • Im- und Export von pharmazeutischen Produkten und Maschinen zu stärken
  • den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen zu erleichtern
  • sowie die Abhängigkeit Mexikos von den USA zu verringern.

Das Handelsvolumen beider Wirtschaftsräume hatte sich zwischen 2000 und 2015 mehr als verdoppelt und beträgt heute rund 50 Mrd. Euro.

 

(Foto: EU-Handelsbeauftragte Cecilia Malmström und EU-Beauftragter für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Phil Hogan (rechts), während der Pressekonferenz am 23. April in Brüssel / Belgien.)

Elektromobilität in Mexiko – Teil 2: Lokale Hersteller

Wie steht es um die Elektromobilität in Mexiko? Existiert Sie überhaupt? Der zweite Teil des Blogeintrags über die Elektromobilität in Mexiko informiert über einheimische Hersteller.

 

Nicht nur ausländische Firmen wie Ford und Audi haben Pläne, die Produktion Ihrer Elektrofahrzeuge nach Mexiko zu verlagern. Einheimische Firmen fertigen bereits PKWs und Nutzfahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb. Folgend ein Überblick.

 

Motores Limpios

Im Juli vergangenen Jahres brachte Motores Limpios das Model Zacua auf den Markt, einen Zweisitzer mit nur 380 Kilogramm Gewicht. Die Reichweite beträgt rund 200 Kilometer bei einer Höchstgeschwindigkeit von 95 Kilometern pro Stunde. Die Ladezeit beträgt acht Stunden. In den ersten fünf Monaten wurden 100 Stück verkauft. Die Montage des Fahrzeugs findet in Puebla statt.

 

Moldex und Giant Motors

Die mexikanischen Firmen Moldex und Giant Motors gaben bekannt, zusammen in Eigenregie ein elektrisches Taximodell entwickeln zu wollen, welches noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Moldex ist eine Tochterfirma des Backwarenherstellers Bimbo und Giant Motors ist Teil des Firmenimperiums von Carlos Slim (mexikanischer Unternehmensmagnat und Milliardär), welcher unter anderem ein Automobilwerk im Bundesstaat Hidalgo besitzt. Dort werden seit 2016 bereits elektrische Nutzfahrzeuge gebaut, welche zunächst ausschließlich für Bimbo gedacht waren. Entwicklung und Produktion entstehen unter Eigenregie.

 

Vehiculos Electricos Corporativos (VEC)

In Kooperation mit der Universidad Autonoma Metropolitana (UAM) entwickelte VEC vor rund einem Jahr den ersten Prototypen eines batteriebetriebenen Transporters. Die Reichweite beträgt 100 Kilometer bei nur 60 Minuten Ladezeit. Der angestrebte VKP ist mit umgerechnet rund 30.000 Euro im Vergleich zu anderen Anbietern günstig angesetzt. Wann das Fahrzeug auf den Markt kommen soll steht allerdings noch nicht fest.

 

Im ersten Teil des Blogeintrags über Elektromobilität haben wir über den Status Quo auf dem mexikanischen Markt berichtet. Mehr..

Der dritte Teil über Elektromobilität in Mexiko widmet sich dem Thema der Ladeinfrastruktur und erscheint in 14 Tagen.

Lebensmittel „Made in Mexico“ – eine Chance für deutsche Unternehmen

Welches Potenzial birgt die gesteigerte Nachfrage nach mexikanischen Getränken und Nahrungsmitteln? Wie können deutsche Firmen davon profitieren?  Wir blicken auf die Abfüll- und Verpackungsindustrie.

 

Der Wert der exportierten Getränke und Nahrungsmittel betrug im Jahr 2016 rund zehn Milliarden US-Dollar. Bereits Ende des zweiten Quartals im Folgejahr konnte ein Anstieg von 23,5 Prozent verbucht werden – Tendenz steigend. Dreiviertel der exportierten Ware fiel auf den US Markt. Jedoch gewinnt zunehmend auch Europa an Bedeutung.

Herausforderungen der mexikanischen Unternehmen

Mit zunehmendem Export steigen die Ansprüche an die Verarbeitung der Produkte, insbesondere hinsichtlich der Hygiene und der Einhaltung von internationalen Standards, wie beispielsweise ISO 22000.

Dies könnte eine Chance für deutsche Unternehmen für Nahrungsmittel-, Verpackungs- und Abfüllmaschinen sein. Bereits jetzt stammen rund 23 Prozent der ausländischen Nahrungsmittelmaschinen aus der Bundesrepublik und 28 Prozent der Verpackungsmaschinen (Stand: Juni 2017). Nicht nur der mexikanische Mittelstand sondern auch große Unternehmen sollten sich zunehmend darauf fokussieren, um Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Durch Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung entstehen folgende Vorteile:

  • Langfristige Kostenersparnis
  • Kürzere Durchlaufzeiten in der Produktion
  • Verbesserung der Hygiene
  • Kontrolle hinsichtlich der Einhaltung von Hygienestandards und gleichbleibender Produktqualität

Nur 35 Prozent der mexikanischen Unternehmen haben in diesem Bereich aufgeholt, und lassen bereits die Arbeitsprozesse und Daten digital verwalten oder verfügen über ein elektronisches Warenwirtschftssystem (WWS), welches die Verbindung zu den Kunden herstellt. Dies ergab eine Studie von Siemens, die Ende 2016 veröffentlicht wurde. Zudem gaben rund 60 Prozent der Teilnehmer an, bis 2021 verstärkt in die Digitalisierung und Automatisierung investieren zu wollen.

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen an dieser Phase der Modernisierung in Mexiko beteiligt sein wollen und über eine Niederlassung hierzulande nachdenken, beraten wir Sie sehr gerne.  WMP Mexico Advisors steht für langjährige Erfahrung im Bereich des Aufbaus einer Niederlassung in Mexiko, insbesondere in den Bereichen WMP Tax & Accounting, WMP Consulting Services und WMP Legal.

 

Kontaktieren Sie uns unter info@wmp.mx oder besuchen Sie uns vom 23. – 27. April auf der Hannover Messe in Deutschland.

Elektromobilität in Mexiko – Teil 1: Status Quo

Wie steht es um die Elektromobilität in Mexiko? Existiert Sie überhaupt? Der erste Teil des Blogeintrags über Elektromobilität soll einen Überblick über die aktuelle Situation des Marktes verschaffen.

 

In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wurden in ganz Mexiko 7.283 Elektro- und Hybridfahrzeuge verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 33 Prozent. In Relation zum gesamten PKW-Markt machen die verkauften Autos der Elektromobilität weniger als ein Prozent aus (0,7 Prozent). Nichts desto trotz ist eine Wachstumstendenz sichtbar, wenn auch nur langsam.

Was sind die Gründe für das langsame Wachstum?

  • Der vergleichsweise hohe Preis scheint noch viele potenzielle Käufer abzuschrecken. Durchschnittlich geben Mexikaner umgerechnet rund 14.000. Euro für einen Neuwagen aus. Der günstigste batteriebetriebene Fünfsitzer, der Nissan Leaf, ist jedoch erst ab 25.000 Euro zu haben. Zusätzlich muss mit vergleichsweise hohen Wartungskosten gerechnet werden.
  • Für die Hersteller ist es die größte Herausforderung, die Ladezeit der Fahrzeuge zu verkürzen. Diese war für knapp die Hälfe der befragten Personen ausschlaggebend, sich gegen ein E-Auto zu entscheiden.
  • Wichtig für potenzielle Käufer ist zudem die Reichweite der Fahrzeuge. Rund dreiviertel der Befragten wünscht sich mindestens 500 Kilometer, knapp 20 Prozent sogar über 800 Kilometer Reichweite.
  • Fast alle potenzielle Käufer würden eine staatliche Förderung der Elektroautomobilität begrüß

Unternehmungen zur Absatzsteigerung

Die Deutsche Botschaft, Siemens und BMW veranstalteten im vergangenen Jahr eine Reihe von Workshops, um herauszufinden, wie die Branche am effektivsten unterstützt werden kann. Die Ergebnisse der Workshops wurden unter dem Titel „Agenda 2020“ zusammengefasst und dem mexikanischen Umweltministerium (Secretaria de Medio Ambiente y Recursos Naturales – Sermanat) ausgehändigt.

Anstelle von direkten Subventionen beim Kauf von E-Autos setzt die Mexikanische Regierung auf Steuervergünstigungen. Folgende Steuern entfallen demnach:

  • Die Steuer auf Neufahrzeuge
  • Kfz-Steuer für Besitzer (Abhängig vom Bundesstaat)
  • Einfuhrsteuer bei importierten Elektroautos

Ein weiterer Vorteil für die Bewohner der Hauptstadt: Elektro- und Hybridautos sind von Fahrverboten  ausgeschlossen.

 

Warum kaufen Mexikaner Elektroautos?

Eine nicht repräsentative Umfrage (nur 402 Teilnehmer) des Marktforschungsinstituts Mercawise ergab, dass das Umweltbewusstsein das größte Kaufmotiv darstellt (78 Prozent). Für über die Hälfte der Befragten sind zudem wirtschaftliche Faktoren ausschlaggebend.

 

 

Lesen Sie in 14 Tagen den zweiten Teil über  Elektromobilität in Mexiko.