Gemäß einer Studie der Information Services Group (ISG) haben mittelständische Unternehmen zunehmend Bedarf an Outsourcing von IT-Systemen und Geschäftsprozessen. Häufig ausgelagert werden normalerweise:

  • Finanz- & Rechnungswesen/Buchhaltung
  • Personalabrechnung
  • Recruiting
  • Betriebliche Altersversorgung
  • IT

Was ist BPO?

Doch was genau ist Business Process Outsourcing (BPO) und wo liegt der Unterschied zu „normalem“ Outsourcen?
BPO bezeichnet die Auslagerung von Geschäftsprozessen. Während im „normalen“ Outsourcing nur unterstützende Prozesse ausgelagert werden, werden beim BPO auch primäre Wertschöpfungsketten abgegeben.

BPO erkennt man an zwei Merkmalen:

  • Der BPO-Dienstleister orientiert sich an strategischen Zielen.
  • Servicedienstleistungen werden individuell angepasst („Customization”) und die Geschäftsbeziehung besonders gepflegt („One-to-one approach“).

Was spricht für BPO?

Es gibt zahlreiche Gründe, die klar für BPO sprechen. Gründe sind u.a.:

  • Konzentration aufs Kerngeschäft
  • Kosten sparen
  • Qualitätsgewinne
  • Zugriff auf Spezialwissen
  • Externe Innovationsimpulse
  • Übertragung von Betriebsrisiken auf den BPO-Dienstleister

Was spricht gegen BPO?

Auch wenn vieles für BPO spricht und zum Teil theoretisch hohe Kosten eingespart werden können, lohnt sich dies in der Praxis teilweise nicht.
Gründe hierfür sind u.a.:

  • Abhängigkeit vom Outsourcing-Partner
  • Kontrollverlust durch Verlagerung von Geschäftsprozessen an Außenstehende
  • Scheitern von über 50% der IT-Projekte
  • Projektauswahl, Projektmanagement und Projektüberwachung sind ineffektiv

Generell sollte man darauf achten, Prozesse auszulagern, die gut zu normieren sind und dementsprechend in jedem Unternehmen gleich oder zumindest sehr ähnlich aussieht.

3 Typen des BPO

Beim Business Process Outsourcing unterscheidet man zwischen drei Arten:

Intern: Shared Service Center (SCC)

Das SCC ist ein firmeninternes BPO-Unternehmen im Unternehmen und Schnittstelle zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen. Dabei agiert es größtenteils selbstständig.

Intern-extern: Joint Venture zwischen Unternehmen und Dienstleister

Hier kooperieren Unternehmer und BPO-Dienstleister, wobei jeder seine entsprechenden Kompetenzen einbringt. Dies birgt einerseits das Potenzial für den perfekten Einsatz und Ergänzung der Kompetenzen, andererseits verursacht dies auch keine klare Abgrenzung und kann ggf. in gegenseitigen Schuldzuweisungen enden.

Extern: Vollständiges Outsourcen

Hier wird die volle Kontrolle und Verantwortung an einen Dienstleister abgegeben. Viele der schon genannten Vorteile können entstehen, allerdings bestehen auch gewisse Risiken und Abhängigkeiten vom Dienstleister.

Erfolgreich outsourcen

Um erfolgreich Prozesse auszulagern, sollten Unternehmen folgendes Wissen haben:

  • Kenntnis des Marktes betreffend Kosten und Qualität
  • Verhandlungsexpertise, um Anforderungen, Evaluierung und Ausarbeitung von Vorschlägen konkret auszuarbeiten
  • Einschätzungsvermögen über die Qualität eines Providers

 

Vor allem in einem fremden Land ist das BPO möglicherweise eine gute Möglichkeit, lokalen Normen und Gesetzen ohne aufwendige Schulungen zu entsprechen. WMP Mexico Advisors sind Ihr BPO-Partner vor Ort und übernimmt für Sie:

  • Buchhaltung
  • Lohnabrechnungen
  • Reporting & Controlling
  • IT-Unterstützung

Unser Partnerunternehmen Acensblue übernimmt gerne die Personalbeschaffung in Mexiko.

2 Kommentare
  1. Harald
    Harald sagte:

    Sehr geehrte Frau Corinna Vorreiter,

    mir bleibt nichts anderes übrig als Ihren Artikel in den höchsten Tönen zu loben. Kurz, knapp und gleichzeitig so inhaltlich informativ.

    Ich beschäftige mich derzeit allgemein übergreifend mit dem Thema Outsourcing, nicht weil ich meine Angestellten kündigen will oder ähnliches. Nein! Ganz im Gegenteil.

    Meine Angestellten sollen jede Unterstützung bekommen um sich voll und ganz auf die Tätigkeiten konzentrieren zu können die sich um das Kerngeschäft dreht und somit Ihre Produktivität noch weiter ausbauen.

    Habe ich vor kurzem das Falzen und Kuvertieren unserer Postsendungen ausgelagert, da mein Unternehmen hierfür eigentlich keine vorgesehene Stelle hat und somit meine Angestellten hierfür eingespannt wurden.

    Befinde ich mich derzeit in der Überlegung angemessene intralogistische Transportmittel über staplerhandel.ch an zu mieten. Somit werden die Beschaffungskosten und die Unterhaltskosten ausgelagert.

    Alles in allem finde ich das komplette Konzept vom Outsourcing wirklich hoch interessant, sonst würde ich mich womöglich auch nicht so intensiv damit beschäftigen.

    Jedenfalls noch mal herzlichen Dank für diesen super Beitrag, ich werde mich auch weiterhin mit dem auslagern gewisser Tätigkeiten intensiv beschäftigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Harald

  2. Corinna
    Corinna sagte:

    Hallo Harald,

    freut mich sehr, dass der Beitrag dir gefallen hat. Das Thema Outsourcing wird für Unternehmer immer wichtiger. Vielen Dank für deine netten Worte!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Corinna

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