Am 6. Juni 2019 hat der Automobilhersteller BMW in San Luis Potosí ein neues Werk eröffnet. Das Projekt wurde bereits 2016 angekündigt. Es kostete mehrere Milliarden US Dollar und soll in Zukunft die BMW 3er Serie produzieren. Die erste Fabrik in Mexiko wird außerdem für insgesamt über 2,000 Jobs sorgen. Selbst der Bau des Werks beschäftigte bereits 4,400 Personen während der letzten Jahre. Jährlich soll das neu entstandene Werk bis zu 175,00 Autos herstellen und damit Nord- und Südamerika beliefern.

Standortfaktor Mexico

Laut Alexander Wehr wird 2019 ein großes Jahr für BMW Mexiko, da das neue Werk viele neue logistische und strategische Ziele möglich macht. Der Automobilhersteller fing vor 25 Jahren mit dem Vertrieb und dem Verkauf in Mexiko an. Lieferanten und Zulieferer werden etwa aus 200 lokalen, kleinen und mittelständischen Unternehmen bestehen. Allerdings wird auch ein gewisser Anteil der gelieferten Ware von großen und internationalen Unternehmen bezogen. Mexiko ist der Hauptabsatzmarkt in Lateinamerika, nicht nur bezogen auf Verkaufszahlen aber auch auf das Potential im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern. Trotz des Potentials wird der größere Anteil der produzierten Fahrzeuge in die USA exportiert und nicht im Inland verkauft.

Keine Sorgen um den Zoll

Aufgrund der aktuellen politischen Lage mit den USA und den bevorstehenden Zöllen auf Produkte aus Mexiko, macht sich BMW allerdings keine Sorgen und sieht die bevorstehenden Aktivitäten nicht als gefährdet an. „Wir zahlen auch in anderen Ländern Zölle“ ist die allgemeine Einstellung des Unternehmens. „Einen Grund das Vorhaben abzubrechen sehen wir nicht“ lauten andere Kommentare aus den Führungsrängen. BWM hält weiter daran fest, den Werksstandort San Luis Potosí strategisch zu nutzen und somit die Produktionsflexibilität weiter auszubauen.

Von San Luis Potosi wird BWM ab sofort die globale Nachfrage des 3er BMW Sedans bearbeiten und mit vielen neuen Arbeitsplätzen einen attraktiven Arbeitgeber der Region darstellen.