Jaliscos Gouverneur Enrique Alfaro stellte vor Kurzem den Entwicklungsplan für die Chapala-See Region vor. Der Fokus des 533 Millionen Peso-Plans soll hauptsächlich auf dem Ausbau des Transportsystems liegen. Geplant ist momentan die Schaffung einer Zugverbindung zwischen Guadalajara und Chapala. Diese soll den Transport zwischen den beiden Regionen erheblich erleichtern soll. Für die Entwicklung des Projektes arbeitet der Staat mit der Eisenbahngesellschaft Ferromex zusammen.

Klare Zielseztungen

Laut Enrique Alfaro gehören soziale Gerechtigkeit, verbesserte Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und eine effektivere Regierung für die über 300.000 Menschen der Region zu den Zielen des Plans. Zudem betonte er, dass Maßnahmen zu Umweltschutz und der Erhaltung von natürlichen Ressourcen ergriffen werden sollen. Effektive Zusammenarbeit der verschiedenen kommunalen Regierungen in der Region wird hierbei vorausgesetzt, um die Umsetzung zu gewährleisten.

Mehr als die Hälfte der Investition – knapp 303 Millionen Pesos – werden für den Ausbau von Autobahnen und Straßen in der Region verwendet. Dazu gehören die Gemeinden Jocotepec, Chapala, Poncitlán, Tuxcueca, Tizapán el Alto, Ocotlán und Jamay.

Darüber hinaus sind ca. 26 Millionen Pesos für die Verbesserung der Gesundheitseinrichtungen der Region vorgesehen. Unter anderem wurden auch Mittel zur Sanierung des Chapala-Sees bereitgestellt, der durch eine Vielzahl von Schadstoffen wie Arsen und Ammoniak belastet ist.

Während einer Tour durch die Region unternahm Alfaro eine Bootsfahrt auf dem See. Dabei setzte er rund 250.000 Jungfische im See frei. Im nächsten Jahr sollen insgesamt eine Million Brütefische in den See entlassen werden.

José Luis Valencia, Chef der Agentur für strategische Projekte der Landesregierung, sagte, dass der Entwicklungsplan auch die Finanzierung der Isla de Mezcala und des Chapala Media Park vorsieht. Finanzielle Unterstützung für Unternehmen wird über den Jalisco Business Promotion Fund bereitgestellt, sagte er.

Die Einführung neuer Transportdienste und gastronomische Korridore am Chapala-See werden ebenso geprüft wie die Erschließung neuer Märkte, die Neugestaltung von Uferpromenaden, ein neuer Fahrradweg und die Sanierung des Santiago-Flusses.

Alfaro sagte jedoch, dass alle potenziellen Projekte zunächst von Komitees genehmigt werden müssen. Diese setzen sich aus Regierungsbeamten, Mitgliedern des Wirtschaftssektors, Organisationen der Zivilgesellschaft und Bürgern zusammen.

Der Gouverneur fügte hinzu, dass er den Fortschritt des Plans persönlich überwachen wird.