Nach der vorläufigen Einigung im Handels- und Grenzstreit zwischen USA und Mexiko droht US-Präsident Trump erneut damit, mexikanische Importwaren mit Strafzöllen zu belegen. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich durch die möglichen Sanktionen ergeben, bietet Mexiko weiterhin ein attraktives wirtschaftliches Potenzial für ausländische Investoren.

Nachteile für US-Wirtschaft durch Strafzölle

Mexiko ist drittgrößter Handelspartner der Vereinigten Staaten. Unter Importzöllen auf mexikanische Waren würden daher auch US-Verbraucher selbst und insbesondere die US-amerikanische Automobilindustrie leiden.

Nach Deutschland, Japan und den USA ist Mexiko der viertgrößte Autoexporteur weltweit.

70% der in Mexiko produzierten Autos werden in die Vereinigten Staaten exportiert. General Motors und Ford sind nur zwei Beispiele für Unternehmen mit Sitz in den USA, die Zulieferteile aus Mexiko beziehen und auch vor Ort produzieren. Als Folge der angedrohten Zölle haben die Aktien der Unternehmen bereits deutlich an Wert verloren (bis zu 6,5%). Angesichts der potenziellen wirtschaftlichen Nachteile auf der eigenen Seite ist es fraglich, ob es bei Verstoß gegen die neuen Grenzregelungen überhaupt zur Einführung der Zölle kommt.

Attraktive Investitionsmöglichkeiten

Neben der Frage, ob US-Präsident Trump seine Drohung wahr macht, sind insbesondere der Energie- und Finanzsektor weitgehend unabhängig von Handelsbeziehungen zu den USA. Somit bieten vor allem diese Bereiche attraktive Investitionsmöglichkeiten.

Beispielsweise zählt die Firma Saavi Energía zu den größten unabhängigen Energieproduzenten Mexikos. Von den überwiegend gewerblichen und industriellen Kunden bleiben auch bei Einführung der Zölle 92% bestehen. Stabile Cashflows sind somit gesichert, auch bei möglicher Verstärkung der Spannungen zwischen Mexiko und USA. Im Finanzbereich sind unter anderem AlphaCredit und Unifin Financiera als innovative und rentable Finanzunternehmen zu nennen. Ihre Renditen liegen derzeit über 10%.

Neue wirtschaftliche Potentiale in den Bereichen Tourismus und Export

Einige Wirtschaftssektoren könnten sogar von einer Abwertung der mexikanischen Währung profitieren. Dazu zählen zum Beispiel das Exportgeschäft und der Tourismus: Oft werden Waren und Dienstleistungen in US-Dollar bezahlt, wohingegen die Betriebskosten in Mexikanischen Pesos beglichen werden. Es wäre somit sogar möglich, wirtschaftliche Vorteile aus der angespannten Beziehung zwischen den USA und Mexiko zu ziehen.

Gerade der Bereich Tourismus hat großes Gewicht in der mexikanischen Wirtschaft.  Allein im Jahr 2018 ist der Sektor um 2,4% gewachsen. Der Sektor macht somit 17,2% des Bruttoinlandprodukts aus. Laut der Weltorganisation für Tourismus steht das Land an sechster Stelle im Ranking der attraktivsten Zielländer für internationale Touristen.

Auch im Bereich Export gehört Mexiko zu den Spitzenreitern; das Land exportiert und produziert so viele Produkte wie der Rest Lateinamerikas zusammen. Hauptexportprodukte sind dabei nicht nur Rohstoffe, sondern überwiegend Fertigerzeugnisse wie Autos, Elektrogeräte und Computer. Mit einer Anzahl von 46 hat Mexiko außerdem mehr Freihandelsabkommen als alle anderen Länder der Welt.

Wenn Sie mehr über die mexikanische Exportwirtschaft und über Investments in Mexiko im Allgemeinen erfahren wollen, schauen Sie auf unserem Blog vorbei.