Nach jahrelagen Investitionen und Verhandlungen wurde der Windpark Energía Eólica del Sur im Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca eröffnet. Investitionskosten betrugen rund 1,2 Milliarden Dollar. Mit einer Gesamtleistung von 396 Megawatt ist der Windpark der größte in ganz Lateinamerika. Er umfasst 5000 Hektar in den Gemeinden Juchitán und El Espinal. Aktuell befinden sich in der Region Tehuantepec 28 Anlagen, die rund 62% der Windenergie in Mexiko erzeugen.

Umsetzung trotz anfänglichem Widerstand

Zwischen 2014 und 2015 genehmigte eine nahegelegene, einheimische Bevölkerung in einem Beratungsgespräch den Bau der Energía Eólica del Sur. Dies geschah obwohl nationale und internationale Organisationen dies kritisiereten, mit der Begründung, das Vorgehen würde nicht mit dem Völkerrecht über einheimische Konferenzen übereinstimmen. Eine Gruppe einheimischer Zapoteken verklagte daraufhin Energía Eólica del Sur, weil die Besprechung erst nach Baubeginn des Windparks stattfand. Zunächst entschied der Oberste Gerichtshof zugunsten der zapotekischen Bevölkerung und ordnete an, den Bau vorübergehend auszusetzen. Später jedoch erlaubte das Gericht, mit dem Bau fortzufahren.

Hohe Erwartungen an das Projekt

Der von der Mitsubishi Corporation gebaute Windpark soll jedes Jahr um die 567.000 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre halten. Dies würde ungefähr den selben Effekt erzielen, wie 300.000 Autos aus dem Verkehr ziehen oder das Pflanzen von 12 Millionen Bäumen.

Laut dem Gouvernor von Oaxaca, Alejandro Murat, soll das Projekt zur positiven Entwicklung des Staates beitragen und die Kosten für Strom senken. Zusätzlich soll der Windpark als Anreiz für weitere Investitionen dienen. Aktuell sind zahlreiche weitere Entwicklungsprojekte in Oaxaca am Laufen. Unter diesem befindet sich der Bau einer neuen Gasleitung und eine verbesserte Zugverbingung zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik.