Einer Studie zufolge arbeitet die Mehrheit der mexikanischen Frauen immer noch im informellen Wirtschaftssektor. Die Arbeitsplätze sind schlecht bezahlt und oft ohne sozialen Schutz. Generell entwickelte sich jedoch in den letzten Jahren ein eher positiver Trend bezüglich der Gleichstellung von Frau und Mann. Beispielsweise verabschiedete die mexikanische Regierung 2019 das Verbot schwangere Angstellte zu entlassen, um die wirtschaftliche Absicherung der Frau zu gewährleisten und Ungerechtigkeiten zu eliminieren. Der Global Gender Gap Report von 2017 platziert Mexiko in der zweiten Hälfe der 144 bewerteten Länder. Mit 0,69 Punkten war das aufsteigende Schwellenland damals noch auf Platz 81. 2020 ist Mexiko mit 0,75 Punkten auf Platz 25 zu finden. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote bei Frauen höher als bei Männern und auch der Lohn für ähnlich erbrachte Leistungen variiert stark, sodass Mexiko diesbezüglich nur auf Platz 125 zu finden ist.

„Un día sin nosotras“ – Ein Tag ohne Frauen

Nur 10% der Frauen in Mexiko haben eine Führungsposition. Generell sind sie in ausländischen Unternehmen mit Standort in Mexiko besser vertreten, als in mexikanischen Unternehmen. Weltweit würde das BIP um ca. 12000 Millionen Dollar ansteigen, wenn Frauen unter denselben Bedingungen wie Männer beschäftigt würden; so die Zeitung Milenio.

Gegen diese Ungleichheit und für mehr Respekt gegenüber dem weiblichen Geschlecht, demonstrieren am 09. März Frauen in ganz Mexiko. Es handelt sich dabei um eine Bewegung die durch das feministische Kollektiv Brujas del Mar iniziiert wurde. Es soll hierbei vor allem darum gehen, dass Frauen sich aus der Gesellschaft zurückziehen und der soziale wie auch wirtschaftliche Effekt spürbar wird.

Ein weiterer kleiner Schritt um Gleichstellung und Gerechtigkeit in Mexiko zu erlangen.