Mexiko wird Mitglied des „World Logistics Passports“ und erschließt neue Märkte

Am Montag den 4. Oktober hat das mexikanische Wirtschaftsministerium ein neues Abkommen unterzeichnet und macht somit das Land zum neuesten Mitglied des „World Logistics Passports“. Damit erhofft sich Mexiko nicht nur, neue Märkte im Nahen Osten, Afrika und Asien zu erschließen, sondern auch Handelsbarrieren zu reduzieren und somit die wirtschaftliche Entwicklung des Landes voranzutreiben.

Was ist der „World Logistics Passport“?

Am 4. Oktober 2021 unterzeichnete Mexikos Wirtschaftssekretärin, Tatiana Clouthier, und der CEO des Dubai Port World, Ahmed bin Sulayem, eine Absichtserklärung, welche Mexiko zum Mitglied des „World Logistics Passports“ macht. Dieser „Passport“ ist eine Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate, welche 2020 während des Weltwirtschaftsforums in Davos gegründet wurde. Zu den Mitgliedern und/ oder Ländern mit teilnehmenden Drehkreuzen gehören neben Mexiko und den VAE auch: Brasilien, Kolumbien, Südafrika, Indien, Indonesien, Thailand, Äthiopien, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Burkina Faso, Guinea, Malaysien, Kenia, Paraguay, Ecuador, Kasachstan, Uruguay, Marroko, Senegal, Nigeria, Singapur und Vietnam. Ziel des Abkommens ist es, den Handel im Süden zu fördern und Häfen des Nahen Osten, Afrikas, Lateinamerikas und Asiens besser zu verbinden. Dadurch erhoffen sich die Mitglieder neue Handelsrouten zu erschließen und somit Zugang zu neuen Märkten zu erhalten, sowie die globalen Handelsströme zu beschleunigen und den Handel effizienter zu gestalten.

Welche Rolle spielt der Dubai Port World?

Der größte Hafen des „World Logistics Passports“ ist der Dubai Port World, welcher ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel der südlichen Länder ist. 2019 betrug der Umschlag des Hafens fast 70 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Units), wovon etwa 85% von Schwellenländern kamen. Der Hafen ist somit auch im weltweiten Handel ein zentrales Drehkreuz, denn 40% des gesamten Handels finden auf dem Seeweg statt.

Was sind die Vorteile für Mexiko?

Zuletzt stellt sich allerdings die Frage, welche Vorteile sich Mexiko von der Mitgliedschaft im „World Logistics Passport“ erhofft. Die größte Chance ist wohl die Marktdiviersifizierung, denn obwohl Mexiko ein hohes Exportvolumen hat, ist der Großteil davon für den US-amerikanischen Markt und Kanada bestimmt. Durch das neue Abkommen erhält Mexiko Zugang zu vielen neuen Märkten, insbesondere im Nahen Osten, in Afrika und Asien, was die wirtschaftliche Entwicklung des Landes maßgeblich vorantreiben wird. Ebenso werden durch den „World Logistics Passport“ Handelsbarrieren reduziert. Somit wird der Zugang zu neuen Märkten insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erleichtert und mehr Unternehmen können am globalen Handel teilnehmen. Zudem erhofft sich Mexiko, Handelskosten zu reduzieren, sowie einen Anstieg der Importe und Exporte. Allerdings ist bei dem „World Logistics Passport“ und seinen zahlreichen neuen Möglichkeiten auch Vorsicht geboten, da Mexiko bereits Handelsabkommen mit über 40 Ländern hat und existierende Beziehungen unter keinen Umständen vernachlässigen sollte.

 

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