Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie an die mexikanische Kultur denken? Mariachis, Tequila, Tacos, atemberaubende Strände und Kakteen? Das alles sind berechtigte Assoziationen – aber die natürliche und kulturelle Vielfalt Mexikos umfasst weit mehr als das. Anhand der folgenden 10 erstaunlichen Fakten über Mexiko zeigen wir Ihnen weitere Facetten des Landes auf, die Ihnen höchstwahrscheinlich noch nicht bewusst waren.

1. In Mexiko befindet sich die größte Pyramide der Welt.

Nicht Ägypten, sondern Mexiko –  Die Pyramide von Cholula im Mexikanischen Bundesstaat Puebla ist die größte Pyramide der Welt. Mit einer Höhe von 66 Metern, einer Basis von 400 Metern und einem Gesamtvolumen von 4,5 Millionen Kubikmetern ist sie deutlich größer als die Pyramide von Giza, wenn auch deutlich weniger bekannt. Das liegt daran, dass man sie trotz ihrer beeindruckenden Größe geradezu übersehen kann: Die Pyramide von Cholula liegt verdeckt unter einem Berg. Blickfang ist daher eher die Kirche, die von den spanischen Kolonisatoren auf der Spitze der Pyramide errichtet wurde.

2. In Mexiko werden 69 verschiedene Sprachen gesprochen.

Damit gehört Mexiko zu den Ländern mit der größten sprachlichen Vielfalt weltweit. Neben dem Spanischen existieren 68 indigene Sprachen, darunter beispielsweise náhuatl, mixteco und otomí.  Kein anderes Land auf dem amerikanischen Kontinent weist eine vergleichbare Vielfalt an indigenen Sprachen auf. Ebenso wie das Spanische sind die indigenen Sprachen als Nationalsprachen anerkannt.

3. Mexiko City ist die Stadt mit den zweitmeisten Museen weltweit.

Von der Kathedrale über das Museum Bellas Artes bis hin zu den Überresten der Bauten der Azteca – Kulturell hat Mexikos Hauptstadt einiges zu bieten. Die Anzahl an Museen ist dabei besonders bemerkenswert: 170 Museen kann man in der Megametropole besuchen. Damit ist Mexico City die Stadt mit den zweitmeisten Museen der Welt. Übertroffen wird sie allein von London, mit einer Anzahl von crica 200 Museen.

4. Mexiko ist das Land mit den meisten Taxis der Welt.

60 000 registrierte Taxis zirkulieren auf den Straßen Mexikos, ein Großteil davon in der Hauptstadt. Gleichzeitig ist Taxifahren in Mexiko so günstig wie in fast keinem anderen Land der Welt.

5. Mexiko konsumiert am meisten Coca Cola.

163 Liter pro Person und Jahr – In keinem anderen Land der Welt wird so viel Coca Cola konsumiert wie in Mexiko.  Es ist kaum verwunderlich, dass sich dies auch in der Gesundheit der Einwohner wiederspiegelt: Diabetes und Übergewicht sind in Mexiko überdurchschnittlich hoch. Dies ist neben dem Konsum von Coca Cola auch auf mangelnde Bewegung und den übermäßigen Verzehr von Fast Food zurückzuführen. Als Maßnahme zur Bekämpfung der allgemeinen Gesundheitsprobleme wurde 2013 unter anderem eine Strafsteuer auf stark fettige und zuckerhaltige Lebensmittel eingeführt.

6. Mexiko ist das meistbesuchte Reiseziel Lateinamerikas.

Studien der Weltorganisation für Tourismus zufolge ist Mexiko das Land Lateinamerikas, das die meisten internationalen Touristen empfängt. Im weltweiten Ranking belegt Mexiko den 10. Platz.  Dies ist kaum verwunderlich, angesicht der Vielfalt, die Mexiko im Hinblick auf Kultur und Natur zu bieten hat. 32 Orte innerhalb des Landes sind von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Damit führt Mexiko auf dem amerikanischen Kontinent auch in dieser Kategorie das Ranking an, weltweit liegt das Land auf Platz sechs.

7. Der Meteorit, der die Dinosaurier auslöschte, schlug in Mexiko ein.

Der Meteorit, der vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier auslöschte, schlug auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ein. Dabei ließ er einen Krater von 180m2 und einer Tiefe von mehr als 600m zurück. Mitarbeiter des staatlichen Mineralölkonzerns PEMEX entdeckten den Krater im Jahr 1981 bei Bohrungen auf der Suche nach Erdöl.

8. Das Farbfernsehen wurde in Mexiko erfunden.

Der Erfinder des Farbfernsehens heißt Guillermo González Camarena und stammt aus Guadalajara. Im Jahr 1940 meldete der damals 23-Jährige meldete er Patent auf das erste System zur Farbbildübermittlung an, was später beispielsweise  in der Raumsonde Voyager 1 eingesetzt wurde.

9. Die mexikanische Küche ist offiziell Kulturerbe der Menschheit.

Tacos, Enchiladas und hauptsache picante – die traditionelle mexikanische Küche ist einzigartig in ihrer Vielfältigkeit und wird bis weit über die nationalen Grenzen hinaus geschätzt.

Im Jahr 2010 wurde sie von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Ihren Ursprung hat die mexikanische Küche in den Zeiten der Kolonisation. Die spanische Küche traf mit der indigenen zusammen, wodurch ein und einzigartiger Mix entstand. Zu den Zutaten indigenen Ursprungs zählen beispielsweise Mais, Avokado, Bohnen, Kakao und vieles mehr. Allein an Mais gibt es in Mexiko 64 verschiedene Sorten. Kein anderes Land der Welt kann eine derartige Vielfalt für sich beanspruchen.

10. Mexico City wurde auf einem See gebaut – und sinkt daher jährlich um bis zu 12cm ab.

Genauer gesagt handelt es sich um Cenoten, eine Art unterirdische Seen. Die Azteca wählten den Ort zum Aufbau ihrer Hauptstadt Tenochtitlán, welche die spanischen Kolonisatoren später überbauten. Auf diese Weise ist Mexiko City entstanden. Von der Lagune  ist heute nicht mehr viel zu sehen, zumindest nicht direkt – vielmehr fällt auf, das einige Gebäude an den schiefen Turm von Pisa erinnern. Aufgrund des Untergrunds sinkt Mexico City stetig ab, an manchen Stellen bis zu 12cm im Jahr – was deutlich mehr ist als im Fall der italienischen Gondelstadt Venedig, die jährlich um circa 2mm absinkt.

Auch wenn es sich nur um eine kleine Sammlung ausgewählte Fakten handelt – diese Einblicke in die mexikanische Kultur können sehr aufschlussreich sein, wenn es darum geht, Land und Leute zu verstehen. Wollen Sie mehr über die mexikanische Kultur erfahren? Dann lesen Sie hier weiter.