Neuigkeiten aus der Automobilindustrie am Standort Mexiko: Anfang der Woche erreichte uns die Meldung über eine mögliche Produktionsverlagerung des Audi A7 Sportsback nach Mexiko. Was ist dran an den Spekulationen? Welche Bedeutung würde dies für den Standort Mexiko haben? Wir sind der der Sache auf den Grund gegangen.

 

Angeblich plant der deutsche Automobilhersteller Audi, die Produktion des Modells A7 Sportback zukünftig von Deutschland nach Mexiko zu verlagern. Genauer gesagt an den Ort San José Chiapa, gelegen im Bundesstaat Puebla und Heimat für rund 5.000 Bewohner. Start soll schon Ende des Jahres sein und die Jahresproduktion im Folgejahr 35.000 Fahrzeuge betragen. Die Insiderinformation wurde über mexikanische Medien verbreitet und stammt ursprünglich von Jose Antonio Gali Fayad, auch Tony Gali genannt, Gouverneur des mexikanischen Bundestaats Puebla. Bei seinem Deutschlandbesuch Anfang März nahm er unter anderem bei der nationalen Konferenz der Gouverneure im Bundesrat teil.

Bedeutung für Mexiko und insbesondere für Puebla

Mexiko würde durch eine Produktionsverlagerung von Audi nicht nur an Attraktivität gewinnen, sondern auch weitere Foreign Direct Investments (FDI) nach sich ziehen. Insbesondere für Automobilzulieferer könnte es ein Anreiz zur Expansion in und um die Region Puebla herum, der „ Volkswagen Stadt“ in Mexiko, sein. Schon heute arbeitet Audi mit über 180 Lieferanten zusammen – nur für das Modell Q5 (Stand: März 2017). Knapp dreiviertel von Ihnen sind ebenfalls in der Region ansässig. Der Bezug von lokalen Lieferanten soll jedoch nach eigener Aussage in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

  • Weitere FDI´s würden zusätzliche Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung vor Ort schaffen und dadurch zum Wirtschaftswachstum in der Region beitragen. Zudem dient das neue Audi Werk auch als Ausbildungsstädte für jährlich 90 neue Auszubildenden.
  • Erwähnenswert ist außerdem die duale Kooperation mit der Universidad Tecnológica de Puebla (UTP), die den Studenten ermöglicht Theorie und Praxis direkt miteinander zu verbinden.
  • Ein weiterer Vorteil sind die über 50 Freihandelsabkommen, die für den Standort Mexiko sprechen. Aufgrund der Ansiedlungen von anderen Automobilherstellern ist auf der Audi Website über Mexiko von einem „Powerhouse für Automobile und Autoteile“ zu lesen.

Der Automobilhersteller mit Sitz in Ingolstadt möchte das A7 Modell, welches derzeit ausschließlich in Deutschland produziert wird, Ende des Jahres auch auf dem amerikanischen Markt vertreiben. Mit dem Produktionsstandort in Mexiko würde eine Nähe zum Empfängermarkt geschaffen werden.

 

Alles nur Spekulation?

Ende September 2016 eröffnete die Audi AG das modernste Werk im mexikanischen Bundesstaat Puebla auf insgesamt 460 Hektar, zunächst für die Produktion des SUV Models Q5 und schaffte dadurch über 5.000 neue Arbeitsplätze. Im angrenzenden Just-in-Sequence-Park (JIS-Park) entstanden abermals 1.000 neue Arbeitsplätze. Insgesamt beträgt die umfasst die Fertigungskapazität 150.000 Fahrzeuge des Q5 Modells jährlich. Für den Bau des Werks sowie die notwendigen Einrichtungen und – Infrastruktur wurden über 1 Mrd. Euro investiert. Das Werk beinhaltet zudem ein Trainingscenter für die Mitarbeiter.

Auf direkte Anfrage bei der Pressestelle der Audi México S.A. de C.V. in Mexiko erhielten wir die Auskunft, dass derzeit jedoch keinerlei Pläne zur Produktionsverlagerung des Modells A7 vorliegen. Es wurde uns mittgeteilt, dass sich der Automobilhersteller auf die Produktion der Modelle Q5 und SQ5 in Mexiko fokussiere.

 

Wenn Sie am Aufschwung in der Region teilhaben möchten, beraten wir Sie von WMP Mexico Advisors sehr gerne in folgenden Bereichen: WMP Tax & Accounting, WMP Consulting Services und WMP Legal. Seit der Eröffnung unseres neuen Büros in Puebla im September 2017 stehen wir Ihnen direkt vor Ort beratend zur Seite.

 

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